Natürliches Vorkommen Carinotetraodon travancoricus
(die Bilderquelle: Wikipedia)
Dieses riesige Gebiet wird u.a. auch als Backwaters bezeichnet. Neben den reinen Süßwasser-Seen und -Flüssen wird dieses Gebiet auch von brackwasserhaltigen Kanälen durchzogen. Noch im späten neunzehnten Jahrhundert soll der Vembanad See ursprünglich mit dem indischen Ozean stellenweise verbunden gewesen sein und dadurch unter Gezeiteneinfluss gestanden haben. Die Zuchtberichte von Frank und Ren belegen eine erfolgreiche Zucht in Süßwasser. Es gibt aber immer noch Berichte, so z.B. in der Datz 2003 die von Salzzugaben sprechen. Meine persönliche Erfahrung ist das die Gattung Carinotetraodon travancoricus gut ohne jegliche Salzzugabe zu pflegen ist. Krankheitsanfälligkeit bei Haltung in reinem Süßwasser , wie bei Brackwasserkugelfischen, konnte ich nicht beobachten. Eine Expedition im Mai 2005 untermauert das die Gattung Carinotetraodon travancoricus ein Süßwasserkugelfisch ist. Andreas Dammers hat in dem Forum Indianaquariumhobbyist eine interessante Enddeckung gemacht. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch das Indianaquariumhobbyist.com die Veröffentlichung auf dieser Seite freundlicherweise erlaubt hat. Im Mai 2005 wurde von Madan Subramanian und einer Gruppe vom IAH eine ausführlich dokumentierte Expedition in Kerbala unternommen. Diese Expedition hatte die Suche des kleinen Buntbarsches Etroplus Canarensis zum Ziel, die sich aber auch für die Gattung Carinotetraodon travancoricus als sehr informativ heraus gestellt hat. So liegen nun die genauen Fundorten und Wasserwerten vor und als Zugabe ist auch die Umgebung und der Fangort fotografiert worden. Warum ist eine Expedition die der Suche eines andern Fisches galt so interessant ? Weil sie die Art Carinotetraodon travancoricus als Beifang hatte, wenn auch unbeabsichtigt. Aufgrund des vorliegenden Berichts und Fotos läßt sich vermuten das sich die beiden Arten Etroplus Canarensis und Carinotetraodon travancoricus den Lebensraum zumindest stellenweise teilen. ![]()
Startpunkt für die Expedition ist diese Brücke. Sie ist einige Kilometer vor Subramanya, einer kleinen Tempelstadt circa 60 km von Mangalore entfernt, in den Western Ghats.
Am Fusse der Brücke ging das Team vom IAH direkt zur Suche über. Schon erstaunlich wie sich der Ausblick von einer gewöhnlichen Brücke zu einem atemberaubenden Panorama ändert.
Tja und im rechten Bild, mittig ist ein Etroplus canarensis. Um diesen selten Barsch ging es eigentlich. Neben dem geringen Wasserstand, sieht man noch die reichlichen Versteckmöglichkeiten
Und während man darauf wartet das der kleine Barsch wieder raus kommt, plötzlich...an der gleichen Stelle wenige Sekunden später...ein Zwergkugelfisch. Das erste Foto aus freier Wildbahn Durch das professionelle Vorgehen des IAH-Teams haben wir nun zwei Fundorte mit den wichtigsten Wasserparametern vorliegen, die ich in der Tabelle zusammengefasst habe. Bezüglich der Gesamthärte (GH) wurde mir versichert das die gemessen Werte in amerikanische Härte gemessen wurden. Da ein Umrechnungsfaktor von 1dH (deutsche GH) zu 17.8aH (amerikanische GH) besteht würde sich KH und GH aufgrund der Wasseranalysen von circa (1.5-2)Härtegrade ergeben. In weitern Unterlagen wird auch von einem GH-Wert von 2 gesprochen. Es besteht aber noch die Möglichkeit das von aH (amerikanische Härte) in eH (englische Härte ) mit einem Faktor von 14,3 umgerechnet wurde. Die Ergebnisse würden dann circa 25% von der dH (deutschen Härte) abweichen. Ob nun 1.7 oder 2.2, das Wasser ist sehr weich.
Beim ersten Fundort wurden neben Etroplus canarensis auch noch folgende Arten gefunden: Puntius mahecola Puntius fasciatus Garra mullya Noemacheilus triangularis Danio malabaricus Esomus danricus Parambassis wolffii Carinotetraodon travancoricus Rasbora daniconius Barilius gatensis Hypselobarbus jerdoni Hyporhamphus limbatus |